12.01.2018

 

 

Aktuelle Termine und Kurznachrichten der
ernst-may-gesellschaft e.v., Frankfurt am Main

 

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Darmstadt-Kranichstein, Foto: Nikolaus Heiss 


Liebe Mitglieder und Freunde der ernst-may-gesellschaft,

ein aufregendes und ereignisreiches Jahr liegt hinter und vor uns. Unser langes Bemühen um eine neue Geschäftsstelle trug endlich Früchte, derzeit arbeiten wir an einem völlig neuen Präsentationsformat, das wir Ihnen in Kürze vorstellen werden. Das Neue Frankfurt erfährt gerade eine Aufmerksamkeit wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Ein Grund dafür ist das anstehende Bauhausjubiläum im Jahr 2019, an dem auch wir uns natürlich beteiligen werden. Doch auch darüber hinaus scheint sich das Bewusstsein durchzusetzen, dass das Avantgardeprojekt der 1920er ein einzigartiges kulturelles Erbe darstellt. Dieses Bewusstsein zu stärken ist unsere zentrale Aufgabe für 2018! Den Auftakt bilden folgende Veranstaltungen. Der Auswärtstermin in Darmstadt liegt ebenfalls in einem Jubiläum begründet: Die Siedlung Darmstadt-Kranichstein, Ernst Mays letztes Wohnungsbauprojekt, feiert ihren 50. Geburtstag. Für uns Anlass genug, die vielgerügte Planung einmal genauer in den Blick zu nehmen; weitere Veranstaltungen werden im Laufe des Jahres folgen. Wir würden uns freuen, Sie zu diesen und weiteren Terminen begrüßen zu dürfen!

Ihr mayaktuell Redaktionsteam

  


Samstag, 13. Jan 2018, 15:30 Uhr

kuratorenführung zur sonderausstellung:
ernst may und die skulptur. von richard scheibe bis seff weidl

Ort: ernst-may-haus, im Burgfeld 136, Frankfurt-Römerstadt
Kurator: Florian Seidel, Freier Architekt, Berlin


Ernst May verband zeit seines Lebens eine besondere Beziehung mit der bildenden Kunst und speziell der Bildhauerei. Nach eigener Aussage wäre der Architekt selbst gerne bildender Künstler geworden, entschied sich dann jedoch für den Beruf des Architekten. Während der Zeit des Neuen Frankfurt pflegte May stets Austausch mit zeitgenössischen Bildhauern, wie Richard Scheibe und Josef Hartwig, in den 1950er Jahren dann mit Bernhard Heiliger und Seff Weidl. Weidls monumentale Bronzeskulpturen formen integrale Bestandteile von Bauten und städtebaulichen Ensembles, die Ernst May für die Neue Heimat realisierte.


Montag, 15. Jan 2018, 18:30 Uhr

"...dass Frankfurt in Ihnen einen seiner begabtesten Architekten verlieren wird". Leben und Werk Fritz Nathans in Deutschland und im amerikanischen Exil
Vortrag von Dr. Andreas Schenk, Stadtarchiv Mannheim, im Rahmen der Reihe Akteure des Neuen Frankfurt

Ort: Karmeliterkloster Dormitorium, Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt


Nach seinem Studium in Darmstadt und München und einem Aufenthalt in Berlin gründete der 1891 in Bingen geborene Fritz Nathan 1923 sein eigenes Architekturbüro in Frankfurt a.M. Er trat durch den Bau von Villen, Geschäftshäusern und Industrieanlagen hervor und erlangte mit dem Neuen Jüdischen Friedhof weit über die Stadt hinaus Beachtung. Auch seine Warenhäuser in Hanau und Mannheim, bei denen er die Möglichkeiten des Stahlskelettbaus gekonnt einsetzte, machten ihn zu einem viel beachteten Vertreter des Neuen Bauens.


Dienstag, 6. Feb 2018, 19:30 Uhr

maygespräch 14: Auf gute Nachbarschaft - Alltagsleben in den Frankfurter Maysiedlungen der 20er Jahre und in der Maysiedlung Darmstadt-Kranichstein von 1968

In Kooperation mit dem Förderverein Kranichstein e.V., mit Heribert Varelmann und Klaus Strzyz

Ort:  Luise-Büchner-Haus in DA-Kranichstein, Bürgersaal, 1. Stock, Grundstr. 10, 64289 Darmstadt    

Hochhaussiedlungen gelten gemeinhin nicht unbedingt als Orte, in denen sich zwischen den Menschen besonders intensive Nachbarschaftsbeziehungen entwickeln. Vorwiegend in den 60er Jahren errichtet, stehen sie auch heute noch oft als Synonym für eine unmenschliche Wohnungsbaupolitik, der es seinerzeit ohne Rücksichten auf ihre Bewohner ausschließlich um deren möglichst effiziente Unterbringung ging – jedoch, muss dies immer so sein?

 


Montag, 19. Feb 2018, 18:30 Uhr

Der Internationale Stil des Neuen Frankfurt
Vortrag von C. Julius Reinsberg im Rahmen der Reihe Akteure des Neuen Frankfurt

Ort: Karmeliterkloster Dormitorium, Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt

In den 1920er Jahren formierte sich um das städtische Baudezernat in Frankfurt am Main eine Gruppe von Experten, die eine einschneidende Transformation der Stadt anstrebte. Ihr tiefgreifender ideeller Anspruch, das realisierte Bauvolumen und der Stellenwert im öffentlichen Leben sind weltweit einzigartig.

In der Darstellung seiner Akteure entstand mit dem Neuen Frankfurt ein mustergültiger Archetyp der modernen Großstadt. Sie agierten damit wie die Macher der Ausstellung The International Style 1932 im New Yorker MoMA, die subjektiv einen Kanon zeitgenössischer Architektur aufstellten, der sich als Inbegriff der architektonischen Moderne in weiten Kreisen durchsetzen konnte. In den 1930er Jahren  musste sich der Frankfurter Anspruch unter Beweis stellen: Diverse Akteure des Neuen Frankfurt migrierten in die verschiedensten Länder und trugen die Neufrankfurter Expertenkultur in Gepäck. Der Vortrag folgt dem Weg des Internationalen Stils des Neuen Frankfurt und fragt nach seinem Wert als kulturelles Exportgut.



ernst-may-gesellschaft e.v. 
hadrianstraße 5
d 60439 frankfurt am main
telefon +49 (0)69 15343883
fax +49 (0)69 15343881
post(at)ernst-may-gesellschaft.de
www.ernst-may-gesellschaft.de
 

  


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