Von: ct
14.12.2020

ABGESAGT: Montag, 14. Dezember 2020, 18 Uhr

RADIO-RUNDE NEUES FRANKFURT IV
Die neuen Mittel künstlerischer Ästhetik


Direktübertragung aus dem mayhaus in der Römerstadt, Frankfurt am Main
Leider muss die Veranstaltung auf einen noch unbekannten Termin verschoben werden!

 

Die Radio-Runde Neues Frankfurt (RRNF) ist eine Reihe von in historischem Rundfunkformat produzierten Sendungen, für die Texte von Persönlichkeiten der 1920er Jahre, also der Pionierzeit des Mediums, verwendet werden. Begleitet wird jede Folge von live eingespielter klassischer Musik.

Den Anfang machte 2019 eine Sendung aus dem Deutschen Architekturmuseum unter dem Titel Der neue Mensch und die neue Musik mit dem Stadtbaurat Ernst May und der Erfinderin der Frankfurter Küche, Margarete Schütte-Lihotzky. Ebenfalls 2019 fand im Rahmen der Hindemith-Tage ein Zusammentreffen von Paul Hindemith und Theodor Wiesengrund-Adorno im Kuhhirtenturm statt. 1920 dann debattierte Theodor Wiesengrund-Adorno mit der Leica-Pionierin Gisela Freund über Das neue Hören und das neue Sehen und die damals neuen Medien Rundfunk und Bildjournalismus.

Die vierte Folge der RRNF wird am 14. Dezember aus der von Stadtbaurat Ernst May und seinen Mitarbeitern Herbert Boehm, Carl-Hermann Rudloff und Wolfgang Bangert errichteten Siedlung Römerstadt im Frankfurter Norden gesendet. Bei der Römerstadt handelt es sich um Deutschlands erste vollumfänglich mit Elektrizität erschlossene Siedlung, weshalb hier auch eine mobile Übertragungseinheit unter Leitung des Sendetechnikers Harald Ochs zum Einsatz kommen wird.

Neben Ausführungen von Frau Gertrud Grunow und Herrn Prof. Walter Gropius zu aktuellen Fragen der Ästhetik erklingen Teile des Liederzyklus Winterreise von Franz Schubert in rundfunkgerechter Bearbeitung. Ferner wird das elektrisch betriebene Instrument Theremin hinsichtlich seiner technischen und spielpraktischen Möglichkeiten vorgestellt.


Der Musiker Martin Lejeune beim Ausführen des Theremin-Spiels. „Solchergestalt bringt ein Heben der Hand über dieser ringförmigen Antenne ein Verstärken des Tones, ein Senken der Hand, Abschwächen bis zum völligen Aufhören hervor.“ (Das Neue Frankfurt, H. 6, 1927, S. 147)
Copyright: Martin Lejeune


An der Sendung wirken mit André Haedicke als Ansager, Alexandra Bentz als Gertrud Grunow, Plilipp Hunscha als Prof. Walter Gropius, Martin Lejeune als Gitarrist und Theremin-Spieler sowie Tobias Rüger als Saxofonist.