Exponate des Monats


01.01.2020

Exponat des Monats Januar 2020

Perkolator von WMF[more]

Im Mai 1929 berichtete der ABG-Mitarbeiter Ludwig Grünig in der Zeitschrift „Moderner Wohnbau“ über die „Elektrische Küche in der Siedlung Römerstadt“. Dem Artikel fügte er die nebenstehende Fotografie bei, auf der zahlreiche elektrische Geräte zu entdecken sind: die Deckenleuchte, der Herd, das Bügeleisen, der Wasserkocher und eine Maschine, die einem Pokal sehr ähnlich sieht. Doch was ist das? Viele denken zunächst an einen Samowar, doch es ist ein Perkolator – eine Kaffeemaschine!




01.11.2019

Exponat des Monats November 2019

Tee-Service „Haarlem“ von Ursula Fesca[more]

Geometrische Formen, schnörkellose Fassaden und leuchtende Farben – viele der Bewohnerinnen und Bewohner der May-Siedlungen schätzten den neuen Stil der Häuser und setzten diesen bis ins kleinste Detail in ihrer Wohnungen fort. Dies belegt das Wächtersbacher Tee-Service „Haarlem“ aus einem Haushalt in Bornheim.




01.10.2019

Exponat des Monats Oktober 2019

Radio-Lautsprecher[more]

Rundfunk zur Unterhaltung gab es in Deutschland erstmals am 28. Oktober 1923 in Berlin. Die erste Sendung des Frankfurter Senders „Südwestdeutscher Rundfunkdienst“ wurde am 1. April 1924 um 20 Uhr ausgestrahlt. Es ist dem Geschick des ersten künstlerischen Leiters Hans Flesch zu verdanken, dass sich der Frankfurter Sender zu den innovativsten in Deutschland entwickelte. Eine wichtige Grundlage für diese fulminante Entwicklung war aber auch die Förderung des Ausbaus der neuen Medien durch Oberbürgermeister Ludwig Landmann. Ein Magistratsbeschluss vom 22. Juni 1925 spricht dem Frankfurter Sender eine wichtige Bedeutung bei der Entwicklung der Stadt zum kulturellen Zentrum in Westdeutschland zu.




01.09.2019

Exponat des Monats September 2019

Die Zimmerlinde – Eine Trendpflanze der 20er Jahre[more]

Die düsteren und überbelegten Wohnungen des 19. Jahrhunderts waren nicht nur für ihre menschlichen Bewohner ungesund und viel zu eng, für Zimmerpflanzen waren sie gar lebensfeindlich. Dekorative und exotische Pflanzen zu halten, blieb bis dato ein Privileg der Reichen und Adeligen, die für ihre Gewächse Winter- und Palmengärten bauten. Erst mit den Wohnreformen Anfang des 20. Jahrhunderts tauchen Zimmerpflanzen in den Wohnungen der ganz normalen Arbeiterfamilien auf. Etwas weniger exotische Zimmerpflanzen können deshalb auch als ein Symbol für die Demokratisierung des Wohnens und der Gesundung der Wohnverhältnisse gesehen werden.




01.08.2019

Exponat des Monats August 2019

Das Weberschiffchen von Ilse Mays Bauhaus-Webstuhl[more]

Heute, in einer Zeit, in der Kleidung ein kurzlebiges Massenkonsumgut von der Stange geworden ist, ist den meisten Leuten der Begriff „Schiffchen“ in Verbindung mit Textilien fremd. Die Bezeichnung „Schiffchen“ leitet sich aus dessen Form und Funktion ab, welche es beim Weben mit dem Handwebstuhl übernimmt. Es sieht einem flachen Transportkahn ähnlich, der hier die Spule mit dem darauf aufgewickelten Schussfaden befördert. Mit ihr gleitet das Schiffchen horizontal durch das Webfach der vertikal gespannten Kettfäden. Ist das Schiffchen auf einer Seite angekommen, wird das Webfach durch Verlagerung der Kettfäden neu gebildet und wieder zurück zur anderen Seite geführt. Auf diese Weise entsteht das Gewebe.
 




01.07.2019

Exponat des Monats Juli 2019

Die Aluminium-Schütten in der Frankfurter Küche[more]

Die Schütten sind heute das Sinnbild der Frankfurter Küche und werden gerne als eine Erfindung der Architektin Margarete Schütte-Lihotzky bezeichnet. Tatsächlich aber sind die Schütten etwa ein Jahr vor der legendären Einbauküche entwickelt worden, und zwar von dem Ehepaar Anni (1892-1987) und Otto Haarer (1892-1985).




01.04.2019

Exponat des Monats April 2019

Spaltklinker, der Terrassenbelag in der Römerstadt[more]

"[...] die durch wirtschaftliche Bedingtheiten hervorgerufene Verkleinerung des Wohnraums [führte] naturnotwendig [...] zur Vergrößerung der Freiflächen, deren der Mensch nun einmal zur Entfaltung seiner sinnlichen Kräfte bedarf." Dies schrieb der Frankfurter Gartenbaudirektor Max Bromme 1930, nur wenige Jahre nach Fertigstellung der Siedlung Römerstadt mit ihrem großen Grünflächenanteil von 55 %. Einen Übergangsbereich zwischen dem Haus und dem Garten bildet der "Freilicht-Wohnraum" - die Terrasse. Ihr Raum wird rechts und links durch Mauern vom Nachbargrundstück abgegrenzt, eine Decke bilden die begrünten Rankdrähte. Auch für diesen "Raum" gab es Standards, wie beispielsweise den Bodenbelag. In der Römerstadt war es Spaltklinker. Die einzelnen Ziegel messen 24 cm x 12 cm und wurden in einem Bett aus Magermörtel im flach liegenden Läuferverband verlegt.



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