Exponate des Monats


01.08.2018

Exponat des Monats August 2018

WMF-Metallschale(weiterlesen ...)

Im „Frankfurter Register“, das 1929 dem vierten Heft der Zeitschrift „Das Neue Frankfurt“ beilag, wird an oberster Stelle die WMF-Metallschale angepriesen. Vor dem Hintergrund der Ästhetisierung der Massenproduktion galt sie Ernst May und seinem Team als ein gelungen gestaltetes Haushaltsutensil in zeitgemäßer Formensprache. Als Vorbild für eine solche Gestaltung können die in der Metallwerkstatt des Bauhauses entworfenen Objekte betrachtet werden. Obwohl die dort entworfenen Produkte nur selten in die Massenproduktion übergingen, beeinflussten sie mit ihren radikal einfachen Formen und Oberflächen die Gestalter in den Metall verarbeitenden Betrieben wie der Württembergischen Metallwarenfabrik (WMF).




01.06.2018

Exponat des Monats Juni 2018

Die Holzschütten aus der Frankfurter Küche(weiterlesen ...)

Denkt man an die Schütten der Frankfurter Küche, hat man das Bild der kleinen, in mehreren Reihen angeordneten Schubladen aus Aluminium vor Augen. Doch in der Küche, wie sie im mayhaus zu sehen ist, sind neben den zwölf Aluminiumschütten auch zwei Schütten aus Holz vorhanden. Die Architektin der Frankfurter Küche, Margarete Schütte-Lihotzky, entschied 1926, in jede Küche auch zwei hölzerne Schütten einbauen zu lassen, denn sie wollte die Eigenschaften des Materials nutzen, um die Lagerung und Haltbarkeit der Lebensmittel zu optimieren.




01.03.2017

Exponat des Monats März 2017

Linoleum – Hommage an einen Bodenbelag(weiterlesen ...)


Die Geburtsstätte des Linoleum liegt in Großbritannien: 1864 beantragte der Engländer Sir Frederick Walton (1834-1928) das Patent zur Fertigung des Belagsmaterials. Der umtriebige Erfinder meldete in seinem Leben insgesamt 88 Patente an. Linoleum ist ein reines Naturprodukt und setzt sich aus Leinöl, Baumharz, Korkmehl, Holzmehl, Kalkmehl und Farbpigmenten zusammen. Das Gemisch wird auf einen Jutegewebeträger gepresst, nach 4 Wochen Reifezeit entsteht durch Oxydation das Linoleum. 




23.02.2016

Exponat des Monats März 2016

Ein Prototyp der Nachkriegsmoderne
Helbings blauer Stuhl(weiterlesen ...)

Gebogenes schwarzes Stahlrohr, blau lackiertes Holz, breites Becken, schmaler Rücken.Der blaue Stuhl des Kasseler Architekten Heinrich Helbing (1903 – 1973) ist ebenso einfach wie praktisch. Helbing entwarf den Stuhl 1960 für den geplanten Neubau der Staatlichen Werkkunstschule, am Rand der Kasseler Karlsaue.1962 wurden die neuen Gebäude bezogen. Die serielle Herstellung wurde von der Firma Thonet übernommen, die bereits seit den 20er Jahren Stahlrohrmöbel nach den Entwürfen berühmter Architekten wie Walter Gropius, Marcel Breuer und Ferdinand Kramer fertigte.




29.01.2016

Exponat des Monats Februar 2016

Das Bauhaus-Schachspiel von Josef Hartwig(weiterlesen ...)

Würfel, Winkel, Kreuz und Kugel: aus diesen Grundformen konstruierte Josef Hartwig 1924 die Figuren seines Schachspiels. Er übertrug damit die für das Bauhaus elementare Idee form follows function konsequent auf das ehrwürdige Strategiespiel, das seit dem 13. Jahrhundert fest in der europäischen Kultur verankert ist. Traditionell orientiert sich die Gestaltung der Figuren an deren Namen, die wiederum eine symbolische Verbindung zur militärischen Hierarchie auf dem vormodernen Schlachtfeld herstellen. Der König trägt meist eine Krone, der Läufer einen Helm oder aber eine Bischofsmütze. Der Turm zeichnet sich durch seine Zinnen aus und der Springer erscheint mit dem Unterleib einer Spielfigur und dem Kopf eines Pferdes als Kentaur en miniature.




29.12.2015

Exponat des Monats Januar 2016

Ein Kinderstuhl von Heinrich Helbing(weiterlesen ...)

Der Entwurf des zerlegbaren Kinderstuhles von Heinrich Helbing (1903 – 1973) stammt aus dem Jahr 1963. Der Architekt Helbing war von 1945 bis 1966 Leiter der Abteilung „Innenausbau und Möbel“ an der Staatlichen Werkkunstschule Kassel. Anlass für den Entwurf war eine Sonderausstellung der Werkkunstschule in Paris, auf der der Stuhl erstmals gezeigt wurde und auf großes Interesse stieß. Die Fertigung und den Vertrieb übernahmen die Henkel-Werke Göttingen GmbH.




30.03.2015

Exponat des Monats April 2015

Die Tapete in Zeiten des Neuen Bauens (weiterlesen ...)

Architekten des Neuen Frankfurt hatten für die Gestaltung der Innenwände ihrer Siedlungshäuser zwei Möglichkeiten: Sie konnten die Räume entweder anstreichen oder mit Tapeten versehen, "von denen die einen zu teuer, die anderen zu schlecht und beide meistens unpassend waren". So erinnerte sich Hans Leistikow später, der seit 1925 für die graphischen Belange des Frankfurter Hochbauamtes verantwortlich war. Für die Vertreter des Neuen Bauens war es schwer vorstellbar, die modernen Kleinwohnungen mit bürgerlichen Blumentapeten oder großformatigen expressionistischen Mustern zu bekleben, wie sie zu Beginn des Jahrhunderts üblich waren. Andererseits lagen die Vorteile von Tapeten auf der Hand: Neben dem geringeren Arbeitsaufwand gaben sie größeren Wärmeschutz, schonten den Putz, und ließen bei der Verarbeitung die Farben unbeeinflusst.



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