03.04.2018

 

 

 

Aktuelle Termine und Kurznachrichten der
ernst-may-gesellschaft e.v., Frankfurt am Main

 

mayprogramm | maybrief | mayaktuell (online) | Kontakt
 


Unser Kleingarten ist bereit für den ersten Pflanztag

 

Liebe Mitglieder und Freunde der ernst-may-gesellschaft,

kürzlich ging im Deutschen Architekturmuseum die Ausstellung „SOS Brutalismus“ zu Ende. Die sehenswerte Schau zeigte vor allem eins: Die Architektur der späten Nachkriegsmoderne steht vor einer Revision! Nicht nur die skulpturalen Betonriesen aus aller Welt erfahren ein ungekanntes Interesse. Auch die vielgeschmähten Trabantenstädte der alten Bundesrepublik werden zunehmend differenziert bewertet. Unsere mayführung 99 führt daher nach Darmstadt, wo Ernst May Ende der 1960er Jahre sein letztes Projekt realisierte: die Hochhaussiedlung Kranichstein. Heribert Varelmann führt durch das Quartier, das sich in den letzten Jahren in vieler Hinsicht verändert hat. Anmeldungen zur Südhessen-Exkursion werden noch bis zum 7.4. von Dr. Klaus Strzyz (strzyz(at)ernst-may-gesellschaft.de) entgegengenommen!

Wer die Landschaftsarchitektur des Neuen Frankfurt dem Wohnungsbau der 1960er Jahre vorzieht, kommt im April ebenfalls auf seine Kosten. Denn mit dem Pflanztag im Kleingarten nähert sich ein Pflichttermin für die praktisch veranlagten Freunde des funktionalistischen Gartenbaus! Wie schon im letzten Jahr lädt unser Gartenteam dazu ein, die Konzepte von Migge, Bromme und Co neu zu beleben und die Parzelle vor den Bastionen der Römerstadt nach historischem Vorbild zu bestellen.

Wir würden uns freuen, Sie zu unseren Frühlingsveranstaltungen begrüßen zu dürfen!

Ihr mayaktuell Redaktionsteam


Samstag, 7. April 2018, 14 Uhr

Riederwälder Impressionen - Teil 2

Rundgang mit Wolfgang Fidelak
Treffpunkt: Haupteingang Pestalozzi-Schule, Vatterstraße 1

(erreichbar über Konrad-Haenisch-Straße von U-Bahn-Haltestelle Schäfflestraße)

Der Rundgang ist eine Ergänzung zur Führung vom 29.07.2017. Er umfasst die beiden Schwerpunkte:

 - Die Zweck- und Funktionsbauten an der „Achse“ Pestalozzischule-Schäfflestraße-Evangelische Kirche, soweit sie in der Ernst-May-Ära entstanden oder zumindest von Architekten gebaut worden sind, die am Neuen Frankfurt mitgewirkt haben


Montag, 9. April 2018, 18:30 Uhr

Das Neue Frankfurt und die Öffentlichkeit
Christina Gräwe im Rahmen der Reihe Akteure des Neuen Frankfurt

Ort: Karmeliterkloster Dormitorium, Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt

Im Neuen Frankfurt manifestierte sich eine neue Zeit, weit über bauliche Veränderungen hinaus. Vor allem aber die Architektur der Jahre zwischen 1925 und 1933 eignete sich hervorragend zur Selbstdarstellung einer Stadtverwaltung, die sich der Moderne verschrieben hatte. Bereitwillig trug das Team um den öffentlichkeitsbewussten Ernst May zum „Stadtmarketing“ bei. Das Sozial- und Kulturengagement der Kommune wuchs. Die Gesellschaft differenzierte sich zunehmend, der Kunstbegriff erweiterte sich um avantgardistische Strömungen.


Samstag, 14. April 2018, 15:30 - 17:00 Uhr

mayführung 99: Der unvollendete Ernst May – die Hochhaussiedlung Darmstadt-Kranichstein

Führung mit Heribert Varelmann
Anmeldung bis 7. April erforderlich (s. u.)
Treffpunkt:  Luise-Büchner-Haus in DA-Kranichstein, Grundstr. 10, 64289 Darmstadt 

Wir alle kennen Ernst Mays für die moderne Stadtplanung richtungsweisenden Siedlungen aus den 20er Jahren in Frankfurt. Weit weniger bekannt jedoch sind seine Hochhaussiedlungen, die er nach Jahren der Emigration in Russland und Afrika nach seiner Rückkehr in den 1950er und 1960er Jahren in ganz Deutschland plante und gestaltete. Dabei mag der auf den ersten Blick fast schon radikal zu nennende Sinneswandel vom in die Fläche eingepassten Einfamilien-Reihenhaus zur Ansammlung von Wohnhochhäuern merkwürdig anmuten; dass etwa in Kranichstein jedoch nicht einfach das eine durch das andere ersetzt werden sollte, zeigt z.B. die vorgesehene Aufteilung dieser von May als „mustergültige städtebauliche Lösung“ charakterisierten „echten Trabantenstadt“ in fünf landschaftliche Großräume mit seinen das Gelände einfassenden Hochhausscheiben und den dazwischen eingebetteten Flachbauten sowie den Grünanlagen, die von dem bekannten Landschaftsarchitekten Günther Grzimek entworfen waren. Der durch die Aufstauung des Ruhtsenbaches gebildeten Seenlandschaft kommt dabei eine zentrale Rolle zu.

 

 


Montag, 16. April 2018, 22.25 Uhr

"Die Sonneninsel" von Thomas Elsaesser
Zu sehen auf 3sat

Dokumentarfilm 2017, Koproduktion von strandfilm & Martin Elsaesser Stiftung in Zusammenarbeit mit ZDF/3sat

Wie lässt sich anhand eines Koffers mit Briefen, einer Handvoll Gedichten und einer Blechdose mit Schmalfilmen eine außergewöhnliche Familiengeschichte des 20. Jahrhunderts rekonstruieren? Der Filmhistoriker Thomas Elsaesser bringt in seinem Essay-Film Die Sonneninsel aus persönlichen Film-Materialien und Brieffragmenten den Geist des Aufbruchs und des Umbruchs der späten 20er und frühen 30er Jahre in Frankfurt und Berlin wieder zum Aufleben. Wir erfahren diese so folgenschwere Epoche mit ihren Hoffnungen und Verwerfungen, Leidenschaften und Lebensentwürfen, samt der sich als trügerisch erweisenden Utopien einer neuen Gemeinschaft, die Technik und Natur im Kreislauf der Nachhaltigkeit verbinden will.


Samstag, 21. April 2018, ab 11 Uhr

Pflanztag: Frühlingserwachen im Kleingarten
Gemeinsames Bepflanzen der Beete nach historischem Vorbild

Mit Katharina Rohloff und Jens Reuver
Ort: Kleingarten der ernst-may-gesellschaft, Kleingartenanlage Römerstadt II - Heddernheim (Parzelle 16), Frankfurt-Römerstadt

Wie schon 2017 gilt es auch in diesem Frühjahr, den Kleingarten der ernst-may-gesellschaft nach historischem Vorbild zu bestellen. Mitmachen kann jeder, der Spaß am Gärtnern hat und / oder mehr über die Gartenkultur des Neuen Frankfurt erfahren möchte!


Sonntag, 22. April 2018, 16 Uhr

maygespräch 15: Wie restauriere ich mein Mayhaus?
Mit Roswitha Väth und Cornelius Boy

Moderation: C. Julius Reinsberg
Ort: Forum Neues Frankfurt, Hadrianstraße 5, Frankfurt

Roswitha Väth und Cornelius Boy sind nicht nur Mayhaus-Eigentümer, sondern zeichneten als Architekten auch für die Sanierung ihres Eigenheims in den Siedlungen Nonnenpfad und Praunheim verantwortlich. Obwohl beide Häuser aus der Zeit des Neuen Frankfurt stammen, unterscheiden sich die Sanierungsprojekte in vielerlei Hinsicht. Zum maygespräch geben die beiden Architekten einen umfassenden Erfahrungsbericht.


Donnerstag, 26. April 2018, 18 Uhr

Abendforum - der monatliche Treffpunkt für Information und Diskussion
In diesem Monat: Der Ladenhausblock in der Hadrianstraße

Mit einer Einführung von Christina Treutlein
Ort: Forum Neues Frankfurt, Hadrianstraße 5, Frankfurt

Der Ladenhausblock in der Hadrianstraße - oft auch als "Kopfbau" bezeichnet oder flapsig "Banane" genannt - ist eine Ikone des Neuen Frankfurt. Seit einiger Zeit beherbergt er die Geschäftsstelle der ernst-may-gesellschaft und das Forum Neues Frankfurt. Grund genug, dem imposanten Bauwerk das Abendforum des Monats April zu widmen! Zu sehen sind historische Pläne des Baus, die Kunsthistorikerin Christina Treutlein gibt eine thematische Einführung. Wir laden Sie herzlich ein, bei Apfelwein und Brezeln Ihre Erinnerungen und Sichtweisen auf dieses einzigartige Bauwerk mit uns zu teilen!


Samstag, 5. Mai 2018, 10 Uhr

mayführung 100: Repräsentanz eines Familienunternehmens – Architektur des Historismus und der klassischen Moderne der Farbwerke Hoechst

Leitung: Ulrich Boller, Unternehmensarchivar Clariant SE
Treffpunkt: Industriepark Höchst, Besucherempfang Tor Ost, 65929 Frankfurt, 10 Uhr.
Anmeldung bis zum 27. April erforderlich (s. u.)

Hinter dem Tor Ost des Industrieparks Höchst gruppieren sich entlang der ehemaligen Mainzer Landstraße die ältesten Gebäude der Fabrik: Das ehemalige Hauptcomptoir, früher der Sitz des Vorstands, und das Kasino stammen aus den 1890er Jahren, ebenso wie die alte Färberei. Künstlerisch-architektonisches Glanzstück des Ensembles ist der Peter-Behrens-Bau, errichtet zwischen 1920 und 1924. Im ehemaligen Vorstandsgebäude werden die Eingangshalle und die Etage mit den früheren Büros der Vorstandsmitglieder sowie das Sitzungszimmer zu sehen sein. Seinen Abschluss findet die Führung mit der Besichtigung des Peter-Behrens-Baus mit seinem berühmten Lichthof („umbautes Licht“) und der das Hauptcomptoir und den Behrens-Bau verbindenden Brücke, die zusammen mit dem Turm von 1947 bis 1997 in stilisierter Form als Unternehmenslogo der Farbwerke genutzt wurde und auch heute noch an mancher Apotheke als Aushängeschild zu sehen ist.

 


  

ernst-may-gesellschaft e.v. 
hadrianstraße 5
d 60439 frankfurt am main
telefon +49 (0)69 15343883
fax +49 (0)69 15343881
post(at)ernst-may-gesellschaft.de
www.ernst-may-gesellschaft.de
 

  


mayaktuell

Hier können Sie den Newsletter abonnieren, abbestellen oder Ihren Namen und E-Mail-Adresse ändern.

Abonnieren Ändern/Abbestellen