Exponate des Monats


05.06.2021

Exponat des Monats Juni 2021

Ein Sonnenschutz aus den 1920er Jahren(weiterlesen ...)

Dass im Sommer die Sonne scheint und das Thermometer gelegentlich auch für mehrere Tage oder gar Wochen auf 30 Grad und höher klettert, ist ein Phänomen, das sich in den letzten Jahren zugespitzt hat. Heiße Sommer jedoch gab es auch in den späten 1920er Jahren, als die Siedlungen des Neuen Frankfurt gebaut wurden und von Klimawandel noch nicht die Rede war.



10.04.2021

Exponat des Monats April 2021

Sintrax-Kaffeebereiter(weiterlesen ...)

„Eine Küche ist eigentlich nichts anderes als ein Laboratorium […] sie müsste aussehen etwa wie eine Apotheke […]“, schrieb Margarete Schütte-Lihotzky 1921 in der Zeitschrift Schlesisches Heim. Als sie fünf Jahre später ab 1926 mit ihren Kollegen im Hochbauamt an der Frankfurter Küche arbeitete, hatte ihre Vision die Küchengestaltung beeinflusst. Die verglasten Schiebetüren und die Schütten für einzelne Zutaten sind der Apothekenausstattung entlehnt.



07.03.2021

Exponat des Monats Februar 2021

Kochbuch von Erna Meyer(weiterlesen ...)

Das 32-seitige Kochbuch mit dem sich reimenden Titel „Koch schnell und frisch für den Sommertisch“ erschien erstmals 1931 im Stuttgarter K. Thienemanns-Verlag.



23.12.2020

Exponat des Monats Dezember 2020

Puppenhaus(weiterlesen ...)

Im Jahr 1918 erhielten Frauen in Deutschland das Wahlrecht. Der daraufhin in den 1920er Jahren weiter in Fahrt kommende Feminismus rüttelte aber noch nicht am Rollenbild von Frauen und Männern.



09.09.2020

Exponat des Monats September 2020

Fensterolive(weiterlesen ...)

Fensterolive ist die heute nur noch selten gebräuchliche Bezeichnung für den Fenstergriff. Durch das Drehen des Griffs um 90 Grad betätigt man den hinter dem Beschlag verborgenen Mechanismus, welcher den Riegel in die Position bringt, um den Fensterflügel zu öffnen bzw. zu verschließen.



14.07.2020

Exponat des Monats Juli 2020

Postkarten aus der Römerstadt(weiterlesen ...)

Es ist Sommer – Ferienzeit! Wann haben Sie die letzte Postkarte aus dem Urlaub auf „Balkonien“ geschrieben? Egal, ob es schon eine Weile her ist oder nicht, schreiben Sie doch mal wieder! * Ansichtskarten sind nicht nur persönliche Erinnerungsstücke, sie sind auch ein Zeitdokument. So bezeugen die historischen Postkarten beispielsweise der Siedlung Römerstadt die Veränderungen am Ladenhausblock. Auf einer anderen Ansichtskarte sieht man den ursprünglichen Verlauf der Hadrianstraße ohne deren Überquerung durch die Rosa-Luxemburg-Straße – eine Situation, an die sich viele Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr erinnern können. Aus heutiger Perspektive sind die Straßenansichten ohne die dort parkenden Autos ungewohnt. Zudem geben die noch kleinen Bäume einen unverstellten Blick frei auf die Gestaltung der Häuser, als gerade die ersten Mieter eingezogen waren.



01.04.2020

Exponat des Monats April 2020

Wandfliesen aus der Frankfurter Küche(weiterlesen ...)

Zwischen 1925 und 1931 wurden etwa 15.000 Frankfurter Küchen in den Wohnungen und Häusern der Siedlungen des Neuen Frankfurt eingebaut. Da beim Entwurf der Küche und bei der Materialwahl die Hygiene von großer Bedeutung war, fiel die Entscheidung bezüglich der Wandverkleidung schnell auf die Fliese. Wasser, Fett und Speisereste können von der glasierten Oberfläche der aus Keramik bestehenden Fliesen einfach abgewischt werden. Eine hygienische Schwachstelle stellen lediglich die Fugen mit ihrem offenporigen Mörtel dar. In der Frankfurter Küche im ernst-may-haus wurden die Fliesen daher fast fugenlos verlegt. Diese Technik erfordert eine gute Beherrschung des Handwerks und ein präzises Arbeiten des Fliesenlegers. Andererseits sind Fugen ein Gestaltungselement und strukturieren die Wandfläche. Vermutlich deshalb sind die Fugen auf den Fotografien der Ausstellungsküche von 1927 besonders breit.