Von: jr
20.06.2018

Sonntag, 23. September 2018, 14 Uhr

Die Wohnung für das Existenzminimum: Westhausen als letzte Siedlung des Neuen Frankfurt


Öffentliche Führung
Treffpunkt: U-Bahn-Station Stefan-Heise-Straße

Wie bemisst sich die "Ration Wohnraum", die ein Mensch zum Überleben braucht? Diese Frage stellten sich die Architekten des Neuen Frankfurt 1929 und beantworteten sie mit der Siedlung Westhausen.

Die Siedlung Westhausen im Stadtteil Rödelheim entstand unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise 1929. Auch der internationale Architektenkongress CIAM II, der im selben Jahr in Frankfurt stattfand, widmete sich dem Thema "Die Wohnung für das Existenzminimum". Die Siedlung sollte in Anschluss daran auch den ärmsten Frankfurtern eine bezahlbare Wohnung bieten. Die Grundrisse wurden auf das nötigste beschränkt, Frankfurter Küche und Badezimmer in einer reduzierten Variante eingebaut. Die kleineren Wohnhäuser der Siedlung waren so konzipiert, dass sie zwei Familien Platz boten, jedoch später zum Einfamilienhaus umgebaut werden konnten - auch die Architekten hofften auf wirtschaftlich bessere Zeiten.